Die Monopoly-Piraten-Edition

PiratenparteiMonopoly Piratenpartei Edition

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Einige Mitglieder empfinden die Piratenpartei anscheinend noch immer als ein um sich selbst drehendes Spiel und sind zufrieden damit. So richtig Spaß macht es aber kaum noch und über uns selbst hinaus, nimmt es auch kaum noch jemand so richtig ernst. Wir bewegen uns bereits nach wenigen Jahren in einem selbst geschaffenen eingefahrenen System mit kaum definierten Regeln, die Straßen scheinen abgesteckt und über den Tellerrand wird kaum noch geschaut. Die Frustration ist hoch, da kaum noch ein Zug gesetzt werden kann, ohne jemanden auf die Füße zu treten.

Das wir aber mal angefangen haben um uns nicht mit uns selbst zu beschäftigen, sondern das politische System zu erneuern, vergessen einige. Die Grundsteine dafür sind vorhanden und nun haben wir die Chance einen nächsten Schritt zu gehen.

Daher freue ich mich auf den zwölften Bundesparteitag der Piraten in Neumarkt, zu dem bereits alles gesagt wurde:

Denn nur wenn wir weiterhin daran interessiert sind unser Spielbrett “Piratenpartei” zu verbessern, vernünftige Spielregeln aufstellen und es auch neuen Mitgliedern ermöglichen, mittendrin einzusteigen und Zeit zu investieren, kann daraus eventuell wieder ein Exportschlager werden.

Tanzverbot und musikalisches Abendgrillen

Religionsfreiheit und Laizismus6

Ich würde nur an einen Gott glauben,
der zu tanzen verstünde.
Und als ich meinen Teufel sah,
da fand ich ihn ernst, gründlich, tief, feierlich;
es war der Geist der Schwere – durch ihn fallen alle Dinge.
Nicht durch Zorn, sondern durch Lachen tötet man.
Auf, laßt uns den Geist der Schwere töten!
Ich habe gehen gelernt: seitdem lasse ich mich laufen.
Ich habe fliegen gelernt: seitdem will ich nicht gestoßen sein,
um von der Stelle zu kommen.
Jetzt bin ich leicht, jetzt fliege ich,
jetzt sehe ich mich unter mir,
jetzt tanzt ein Gott durch mich.

(‘Also sprach Zarathustra’ – Friedrich Nietzsche)

An Gründonnerstag, Karfreitag und Karsamstag gilt in Deutschlands noch immer das Tanzverbot. Dieses Beispiel von staatlicher Seite verpflichtender “Scheintoleranz” gegenüber einer immer weiter schrumpfenden Religionsgemeinschaft hat nichts mit der angeblich vorhandenen Trennung von Kirche und Staat zu tun, sondern festigt nur die deutsche Verbotskultur.

Glaube und Religionsausübung ist in Deutschland eben noch keine gleichberechtigte, tolerierte und freie Privatsache, sondern noch immer eine öffentliche Angelegenheit mit Bevorzugungen und Einschränkungen einzelner Glaubensmodelle, was einfach nicht mehr der gesellschaftlichen Realität gerecht wird.

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Umgang mit dem Wort Autismus in Medien

Medien und Journalismus

Society, you’re a crazy breed, I hope you’re not lonely without me
society, crazy indeed, I hope you’re not lonely without me
(Eddie Vedder)

 

Manchmal ist der Umgang mit Wörtern zur Nutzung als Metapher im Journalismus erstaunlich. Sei es das journalistische Standardmaß “Fußbalfeld“, welche gerne genutzt wird um alle möglichen größere Dinge zu erklären, oder die inflationäre und somit beim Leser ermüdende Nutzung von Kriegs-Metaphorik.

Nun ist man seit geraumer Zeit auf ein neuen Trend gekommen: Zur Beschreibung von fast immer andersartigen Verhalten einer Gruppe oder Einzelpersonen als Gegenbild der gesellschaftlichen Norm, wird heute Autismus verwendet. Entweder ist es der “gesellschaftliche Autismus” oder der “kalte Autismus” oder der “sexuelle Autismus”, wie zum Beispiel nun zur Herleitung des Textes “Die Zauberlehrlinge machen Party” von Ingeborg Harms auf Zeit Online.

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