Philipp Eggersglüß: Wenn Godzilla sich in Omas Stickbild schleicht

Philipp Eggersglüß / Fotograf: Thilo Nass

Künstler Philipp Eggersglüß aus Hannover gibt verstaubten Gobelins eine zweite Chance. Der 34-Jährige stickt Computerspiel- oder Filmfiguren in die alten Bilder hinein.

Ich hatte das Glück als Käufer des MOSES-Stickbildes als kleine Komparsenrolle für zirka eine Millisekunde im Bild zu sein.

Hoffentlich bekommt Philipp mit seinen Stickbildern damit noch ein bisschen mehr Aufmerksamkeit. Mit dem Maker Faire – Beitrag jedenfalls sein zweiter Auftritt im Regionalfernsehen.

 

Beitrag aus: Hallo Niedersachsen vom Dienstag, den 03. Oktober 2017

Lesezeichen vom 05.05.2017

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  • GamesIndustry– John Hanke: VR is „too good“, could be a „problem for society“

John Hanke, der CEO von Niantic beschreibt sehr treffend welche gesellschaftlichen Probleme auf uns durch Virtual Reality und die damit einhergehenden Realitätsveränderungen zukommen werden.

  • haptic.al– Baidu acquires computer vision startup founded by ex-Magic Leap engineers

Die chinesische Firma Baidu kauft die Firma xPerception Technology von ehemaligen Magic Leap Entwicklern. Die in den USA ansässige Firma hat sich auf Robotik und Virtual Reality spezialisiert.

  • VRfocus– Warner Bros. File Patent For AR/VR Movies

Warner Bros. lässt sich eine Technologie patentieren, die sich für klassische und Heim-Kinos verwenden lässt. Es ist eine Headset-basierte Technik die auch auf Netflix und iTunes verwendet werden soll, aber ein 5G Netzwerk benötigt.

  • 360rumors– VRLA: Holocap is an affordable realtime holographic capture system for VR and AR

Holocap soll den eigenen Körper als 3D-Modell in eine virtuelle Umgebung importieren können. Die Technik funktioniert mit einer Kinect und Unity, kann also direkt nachgebaut werden.

  •  9to5mac– Apple hires developer who made 3D virtual reality plugins for Final Cut Pro

Apple hat für ihr Filmbearbeitungprogramm Final Cut Pro den Plugin-Entwickler Tim Dashwood eingestellt. Dieser hat das Plugin „360VR Toolbox“ entwickelt und nach der Bekanntgabe seine Software kostenlos zur Verfügung gestellt. Anscheinend will Apple den VR-Markt doch nicht komplett links liegen lassen.

  • THE VERGE– Facebook’s new Surround 360 video cameras let you move around inside live-action scenes

Auf der F8 wurde die neue 8k-Rig-Kamera von Facebook vorgestellt. Stichwort 6DOF, Stichwort Positionstracking und 30.000 Dollar.

Lesezeichen vom 04.05.2017

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Notwendig für vernünftiges Klangbild im Facebook-Live Chat.

Gimbal für 360-Grad Kameras für 299,00 Dollar.

  • CamforPro– FEIYU-TECH FY-G4 PRO SMARTPHONE GIMBAL

Gimbal eventuell für 360-Grad Kamera, wenn mit einem 3D-Druck gearbeitet wird.

  • visualise.com– 360 production tips – what VR camera and when

Eine echte Zusammenfassung der sinnvollsten Kamera-Lösungen wie die Yi-Halo, Z-Cam V1 Pro, einem schlichten Mono Slicer aus der Johnny Five, Google Jump Rig oder der Nokia Ozo. Definitiv ein lesenswertes Nachschlagewerk.

Adobe wandelt 360°-Videos in volumetrisches VR

Um etwas scheinbare Tiefe in flache, monoskopisch aufgenommene 360-Grad Clips zu bringen – Immersion lautet ja das neue Trendwort – arbeitet Adobe an neuen Warping Algorithmen, die dem Material nachträglich die gehypten „Six degree of freedom“ (6-DoF) erschließen sollen. In solchen stereoskopischen Videos kann man bei Betrachtung in einem VR-Headset nicht nur den Bildausschnitt verändern, indem der Kopf gedreht wird, sich also in einer statischen Ansicht umsehen, sondern die Lage der Bildinhalte verändern sich zu einander, wenn man den Kopf bewegt – wie im echten Leben. Dafür müssen jedoch für jeden Bildpunkt die Raumkoordinaten vorhanden sein, was bei normalen 2D-Aufnahmen bekanntlich nicht der Fall ist.

Adobe zeigt in seiner Demo nun ein Video, bei dem die 3D-Raumgeometrie nachträglich errechnet wird, wofür allerdings die große Voraussetzung ist, dass die monoskopische Kamera bei der Aufnahme durch den Raum bewegt wird, damit verschiedene Perspektiven zu sehen sind (structure-from-motion / SfM). Nachdem in einem zweiten Schritt das Bildmaterial mit den Tiefendaten zusammengeführt wurde (spherical panorama warping), können entsprechend der getrackten Bewegungen des Headsets neue Ansichten synthetisch erstellt werden, angeblich auch von handelsüblichen Grafikkarten in Echtzeit bei 120fps.

Das Ganze funktioniert allerdings nicht fehlerfrei, denn wenn sich beispielsweise Objekte im Bild verdecken, fehlen natürlich an diesen Stellen Daten. Wie die Adobe Entwickler betonen, lässt sich die demonstrierte Technik vor allem auch dazu verwenden, um 360° Videomaterial nachträglich zu stabilisieren. Wann mit einem anwendungsfertigen Programmcode zu rechnen ist, dazu gibt es noch keine Andeutungen.

Lesezeichen vom 03.05.2017

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  • Dailytekk– The 7 Best 360° Cameras and Rigs for Shooting INSANELY Awesome VR Video

Schlechte Wiedegabe der 360°-Mär der aktuellen besten Konsumentenkameras. Alle bereits antesten können bis auf die Nokia Ozo, welche nicht in das Konsumentenumfeld gehört. Ebenfalls eigenartige Überschrift, linkt bei Suchanfragen aber meist ziemlich weit oben.

  • Bestproducts – The Best 360-Degree Cameras for Capturing EVERYTHING

Ebenfalls ein schlechter Artikel nur zum Abverkauf alter 360°-Kameras. Manche sind nicht mal 360°-Kameras im Sinne einer Vollwinkel-Kamera wie die 360fly. Produkte wurden definitiv nie selbst getestet und sind nur aus SEO-Gründen aufgeführt.

  • Pocket-Lint – Best 360 cameras: The best VR and 360 video cameras, no matter your budget

Der dritte Artikel in der Reihe, wenn auch von allen der Beste. Wären V.360 und 360fly nicht aufgeführt, könnte man der Überschrift fast glauben schenken.

In Kooperation mit ARTE entstehen die Virtual Reality Experience „RHIZOMAT VR“ nach dem Narrative Space von Mona el Gammal sowie ein Virtual Reality Experience Space, der im Rahmen des Theatertreffens 2017 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Nach Aussage einer Kuratorin sehenswert.

Auf Kickstarter wird der VRgluv – ein neuer haptischer VR-Handschuh -für die HTC Vive angeboten. Sehen im Promo-Video ein bisschen klobig aus, könnten aber gerade die Controller der HTC Vive ablösen. Rein technisch gefallen mir aktuell die Oculus Touch am ehesten.

  • Demo of the FeiyuTech G360 panoramic gimbal for 360 cameras

Der FeiyuTech G360 ist angeblich einer der ersten Gimbal für 360 Kameras, der etwas taugen soll. Im ungelisteten Video von 360rumors wird er mit einer Samsung Gear 360 (2016) und Vuze 3D getestet. Persönlich sehe ich viel zu viel Arbeit beim croppen um ihn wieder aus dem Bild zu entfernen.

Stockholmwarnblinklicht-Syndrom

Ich mag Warnblinker.

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Sie sind ein Signal mit so viel Bedeutungskraft. Dieses eigentlich sehr beruhigende, monoton klackernde orangene Licht gibt einem das Gefühl, dass gerade irgendwo irgendwas ganz wichtiges passiert was seinen Einsatz rechtfertigt.

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Zerstreuungsparadoxon

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Das Problem ist ja nicht nur, daß unser Leben sich durch blinkende Benachrichtigungen und piepsende Symbole und die endlosen Twitter-, Facebook-, Snapchat-, Youtube-, Whatever-Timelines in eine einziges riesiges Prokrastinationsfestival verwandelt hat, nein, das eigentliche, größere, schlimmere Problem ist, daß all die Dinge, die man eigentlich immer gebacken kriegen will, anstatt auf Facebook, Twitter, Youtube, Zeitungen oder Fernsehen herumzuhängen, also all das, was man im Kopf hat, wenn man denkt:

Scheiße, jetzt hänge ich hier schon wieder fest, 12:00 Uhr und noch nix geschafft – all dieses schöne, große, wünschenswerte, das man eigentlich erschaffen sollte, es verwandelt sich dann auf der anderen Seite in die Ablenkung der anderen.

All die Kulturproduktion, all die Songs und Texte und Bücher und Filme und Bilder und anderen tollen Produktionen sind dann am Ende einfach nur Teil der großen Zerstreuungstimelines, vor der dein potentielles Publikum sitzt und denkt:

Scheiße, eigentlich sollte ich dieses und jenes, aber stattdessen bin ich jetzt hier an diesem mittelguten Film/Text/Kulturding hängengeblieben, 12:00 Uhr und noch nix geschafft.

Man kann sich eigentlich nur noch geschlagen geben, Kinder in die Welt setzen und darauf hoffen, daß die es mal besser machen, ach nee, die verwandeln sich ja schon vor dem Schulalter in willenlos daddelnde Zombies.

Ich fürchte, wir kommen da nicht mehr raus, liebe Menschheit.

Frühlingsverkehrskontrolle

giphy
Liebe Verkehrspolizisten,
der Frühling ist eingekehrt. Die Grünstreifen geben sich Mühe in ihrer spärlichen Bepflanzung zu blühen, die Kleidung der Passanten wird leichter und ihr müsst in all diesem Chaos euren schweren Job begehen. Als wir uns letzte Woche auf meinem Heimweg von der Arbeit trafen, kamen Realitäten aufeinander, die ich so nicht erwartet hätte.

Über Zeitvertreib und andere Verkehrsdelikte

Als ich klein war, habe ich mir viele verschiedene Spiele ausgedacht, die ich auf langen Autofahrten spielen konnte, um mir die Zeit zu vertreiben. Wenn die  vier AA-Batterien des GameBoy alle waren, musste ich schließlich beschäftigt werden.

Zum Beispiel hatte ich ein Buch, in dem ich die Kennzeichenherkunft der an uns vorbeifahrenden Autos erraten konnte. Von Augsburg (A) über Ilm-Kreis (ARN), bis hin zu Duderstadt (DUD) oder Quedlinburg (QLB) und Wittstock/Dosse (WK): Ich kannte sie alle.

giphy (1)Schutzplanken dienten mir als eine Art Laufbahn für einen imaginären pixeligen Protagonisten der ein bisschen wie eine Mischung aus Megaman und Sonic ausgesehen hatte und immer einen sehr weiten Sprung zurücklegen musste, wenn sie plötzlich im Boden verschwand und erst nach einiger Zeit wieder auftauchte.

Waren nur Leitpfosten am Straßenrand, flog ein wohl aus dem Spiel „Star Fox“ inspirierter Arwing an ihnen vorbei, über sie rüber oder sammelte Punkte, indem er ihre orangenen oder weißen Reflektoren zerschoss.

Einige Spiele waren ganz klar meiner eigenen Phantasie entsprungen, andere dachte ich wären sowas wie ein allgemein bekanntes Phänomenen. Zum Beispiel den Luftwiderstand zu nutzen, um mit der eigenen Hand fliegen zu können. Sie diente bei mir neben des unbeschreiblichen Gefühls der Leichtigkeit auch als Sprungplattform für den oben genannten „Megasonic“ oder als Arwing-Ersatz. Das ihr mich wegen meiner fliegenden Hand in der letzten Woche aber aus dem Verkehr zieht, hat mich dann doch überrascht.

Ihr kanntet das Spiel nicht. Ihr dachtet als ihr an mir vorbeigefahren seid, ich hätte euch einen  verbotenen nationalsozialistischen Gruß entgegengebracht. Euch zu erklären, dass ich mir durchaus bewusst bin, dass das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen verboten ist und ich lediglich das warme Wetter, den Fahrtwind und die Musik aus dem Radio genossen hätte, war schon sehr kafkaesk.

Ich dachte im Verkehrsdienst wird man öfter mit sowas konfrontiert und würde darin nicht eine Verletzung der persönlichen Ehre sehen oder gar einen Aufstand gegen das vorherrschende System. Ich bin euch sehr dankbar, dass ihr kulant gewesen seid und mir geglaubt habt, dass ich nur im Frühlingsmodus gewesen bin, dauerte dies auch einen kurzen Moment und eine Erklärung meines Verhaltens. Ich verschwieg euch bewusst meine oben dargelegte Phantasie um eventuelle Verzögerungen durch Alkohltests zu vermeiden und blieb bei der physikalischen Beschreibung des genutzten Phänomenen, doch irgendwie bleibt ohne das Festhalten der Geschichte ein fader Beigeschmack.

Welche Kindheit habt ihr durchgemacht, solche Spielereien nicht zu kennen? Und wie sieht der heutige Alltag bei der Verkehrspolizei aus, wenn man keine Kinder oder Erwachsene mehr sieht, die den Arm aus dem Autofenster halten um den warmen Luftzug zu genießen, der leicht die Hand abheben lässt?

hand window flyingIch bin euch wirklich dankbar für den Einblick den ihr beide mir in eure Lebensrealität gegeben habt und hoffe unsere Begegnung hat euch genauso amüsiert wie mich. Ich wusste bisher nicht wie ich damit umgehen sollte, doch ich finde sowas gehört aufgeschrieben. Ich hoffe ihr tragt genauso wie ich unsere kleine Geschichte die wir zu Dritt erlebt haben in die Welt. Ich hoffe ihr habt Kinder und bringt ihnen die für euch neuen Möglichkeiten der Fahrtzeit-Überbrückung abseits von Smartphones bei.

Oder vielleicht sehe ich ja bald auch mal den ein oder anderen Verkehrspolizisten, der seine Hand aus dem Dienstwagen hält und einfach mal das Wetter und das Leben abseits der Straße genießt.